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Traumausfahrt D - A - IT - CH - D
#1

Pünktlich zum heutigen 25j. Dienstjubiläum meines SL :liebe: schicke ich mein Garagengold, das mir seither und - wie ich hoffe auch die nächsten 25J. bis ins hohe Alter die Treue hält - auf Ausfahrt. Der erste Abschnitt geht von F nach Sölden, kapp 600km, mit Übernachtung. Alles offen gefahren bei 34C. Verbrauch nur 9,27 L/100km. Tankstopp 1 auf dem Fernpass. Tankstopp 2 in Sölden nochmal randvoll mit 13.5L/75km. :w00t: Volltanken ist angesichts von 1.54-1.68€/L in IT angesagt. Zzgl. 10€/100km Autobahngebühr. Am Tag 2 geht's richtig los, und es verspricht spannend zu werden. :daumenh:

Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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#2

Tag 2. Es geht auf die "peruanische" Todesstrecke - zum Timmelsjoch auf über 2.500m. Schafft der SL das oder macht er die Grätsche? :frage: Er schafft es, wenn die Kühlwassertemperatur auch auf 103C geht. Ein Temperaturbereich, der uns vorerst nicht mehr verlassen wird. Also weiter 350km nach Venezia. Kein Meter AB, nur SSxx. Alles offen bei 32-34C.

Doch zurück zum "Todesjoch". Junge, Junge. Im 2. Gang mit angelegten Bremsbacken in den Abgrund. Nur ein Fehler ... das wäre es gewesen. :w00t: Die Tunneldurchfahrten bergen eine Überraschung, denn das Schmelzwasser regnet von der Decke in den offenen Wagen. Also schnell aufs Gas und Problem gelöst. Am Straßenrand geht's mal eben ein paar hundert Meter senkrecht runter , "gesichert" von schienbeinhoher Befestigung.

Weiter durchs wunderschöne Südtirol über Meran, an Bozen vorbei bis Trient, dann links ab auf der SS47 nach Venezia. Für 300km haben wir 7Std. gebraucht - fast 1000km offen gefahren. Ein Traum wird wahr. Spritverbrauch auf Etappe 2 wieder 9,27 L/100km. Zu Venedig so viel. Parken gegenüber der Bahnstation Vz Mestre. Puffteuer ... 1.75 Tage geparkt, 3 Tage bezahlt ... diese Abzocker. Dann 2 Stationen mit dem Zug für 1.25E , ok. Dringender Rat: Würde es genau so wiedermachen, da bester Kompromiss. Unser Traumhotel nur 100m vom Bahnhof. Canal grande, Rialto Brücke, Markusplatz, Gucci (echt jetzt), zurück zum Hotel. Zu den ristaurante sage ich nur: Tripadvisor. Das passt.


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Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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#3

Tag 4. Das romantische Programm in Vz abgearbeitet sollte nun die nächste 8 Stunden und 450km Etappe angegangen werden - gen Westen. Wieder 34C sengende Hitze. Wir sind das einzige Cabrio unterwegs und offen. Also Dach zu mit Rücksicht auf Frauchen, Klima auf max. kalt und rauf auf die italienische AB. Das verkürzt die Strecke auf 400km und 6 Std., mit 2 Pausen.

Was dann folgte waren Stunden des Grauens auf der it. Seniorenresidenz, äh Autobahn. Ein Getucker und Gewürge. Kommt so ein Alfapenner und blinkt wie wild bei 110kmh von hinten auf ... was will er? Seine Karre auf 130kmh hochjagen. OMG Habe ihn einfach ignoriert. Machen alle so hier. Ab Verona gings dann los. Mein Radarwarner flippt bis Milano und weiter nur noch aus. Mir kann Tutor sch...egal sein. Fahre eh nur 100kmh mit Tempomat um einfach mitzuschwimmen. Aber diese Gängelei auf der Bahn mit Tutor. Das hält man nicht aus. Wenn das in D kommt, dann steige ich aufs Fahrrad um.

Dann der Fahrstil der Spaghettis. Dauerndes Schneiden beim Einfädeln, was zweifellos an der zu geringen Geschwindigkeitsdifferenz liegt. Da sieht man deutlich, dass Tempolimits auch erhebliche Gefahren bergen, wenn der Überholende mit 111kmh fährt und ich mit 110kmh. Wie mir das auf ... geht. Bis es dann in Milano fast zum Crash kommt. Lange Rechtskurve, Fahrer auf linker Spur drängt mich brutal von der Mittelspur ... stehe fast quer auf der AB , weil ich das Lenkrad selbst nach rechts reißen muss. Vergessen wir's.

Der Lago Maggiore rückt näher, und wir tauchen ab an die Küstenstraße. Dach auf, die Außentemperatur sinkt endlich unter 30C. 60km engste Küstenstraße in 2 Stunden. Immer 2 Hände am Steuer, manchmal nur 10cm Platz. Trotzdem ein Traum. Uns wird schnell klar. Der Gardasee kann hier nicht mithalten. Plötzlich ein silberner R129 aus PS, auch offen, kräftiges Zuwinken, weiter. Auffällig ist die geringe Zahl an nicht italienischen Touristen. Aus der Erinnerung könnte ich fast alle dt. Kennzeichen aufzählen, die uns in dieser Zeit begegnet sind. Je näher wir an die Schweiz kommen, desto mehr Schweizer tauchen auf. Dennoch alles seeehr überschaubar. Wir erreichen Lager 3 für die nächsten Tage in Cannobio. Ein riesiges Villenanwesen mit Palmen, Swimmingpool und eigener Terrasse. Warum war Goethe nie hier?

Blick auf den R129. Über 700km und Tankleuchte noch immer nicht an. Der Streckenzähler addiert sich zu gut 1.300km. Vielleicht müssen wir doch erst in CH tanken ... anstatt bei 1.6€ in IT.

Abends kommt aus Locarno oder Ascona (den gleichnamigen 70er Opel aus GG haben wir auf der AB nach Milano gesehen) eine Rivamare und legt direkt vor unserem Italiener an. Kompliment an die Schweizer für so viel guten Geschmack. Seit unserer Ankunft ein Traumwetter ... wie auf den Kanaren, warm aber nicht schwül. Es geht weiter ...


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Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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#4

Tag 7. Heute geht es auf Etappe 4 mit 600km zurück zum Basislager. Das Verweilen am Gipfel war ein Genuss. Die Strapazen haben sich gelohnt. Dach auf, und in die Todeszone CH. Nach 10 Jahren erstmals wieder im Vignettenland. Wir werden - so schnell es die StvO erlaubt - das schöne Land des teuren Franken (tatsächlich schwacher Euro) in 3 Std. durchfahren, und erst wieder zurück kehren, wenn wir wieder die D-Mark haben. Ciao bella Helvetia. Allein das Abkratzen der Vignette ist ein Pain. Ich hatte noch 13.47 CHF im Keller in einem Säckli gefunden, die heute an der Tanke in Locarno geopfert werden.

Zum LaMag, genauer den Usancen in den it. Restaurants, noch so viel. Wir haben in keinem der 3 Restaurants unser Wechselgeld zurück bekommen, es wurde einfach einbehalten. Der Kellner hat sein Trinkgeld selbst entschieden. Eine ziemliche Unsitte, die einem sauer aufstößt. In einem Fall musste ich um Rückgabe von 10€ betteln. Man mag mich jetzt für kleinlich halten, probiert es mal aus!


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Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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#5

Fazit:

Der R129 hat im 25. Lebensjahr (CD: 2+) tapfer folgende Strecken absolviert: Etappe1: F-Sölden: 550km; Et2; Sölden-Vz: 300km; Et3: Vz-Cannobio: 400km; C-F: 590km, macht total für die Ausfahrt: 1.850 km. Durchschnittschverbrauch ca. 10,2Ltr/km. Davon offen gefahren ca. 1.300km (wegen zu großer Hitze nicht VZ-Milano und wegen Regens um Luzern). Einige Bilder konnte ich irgendwie nicht hochladen. So u.a. die Durchfahrt durch die 5m hohen, gefrästen Schneewände, leider.

Noch ein Wort zum Becker Active.5 LMU, das ich gekauft hatte, weil man per Wlan Karten und Blitzer lebenslang updaten kann. Ich hatte also kurz vor Abreise das Update gefahren. Ergebnis. Das Gerät verweigert seither komplett seinen Dienst, was man auch in vielen google Einträgen nachlesen kann. Weiß nicht, wie man so einen ... verkaufen kann. Haben uns dann mit dem Altgerät aus 2010 durchgeschlagen, was uns oft ziemliche Probleme bereitete; innerorts mit handy Navigation. Werde das Gerät zurück geben.

Es war ein bisschen ein Abenteuer. Gelitten hat nur das Verdeck. Die Scheiben rufen wieder! nach der päpstlichen Hand. Das jetzige hat immerhin 13 Jahre gehalten. Vielleicht inspiriert der Beitrag ja den einen oder anderen etwas ähnliches zu versuchen.

Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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#6

Hallo Garagensteher,
(Du stehst ja gar nicht nur in der Garage....)
Danke für Deine Fahrtbeschreibung. Wir haben so etwas Ähnliches mal vor zwei Jahren mit unserem damals 24 Jahre alten SL gemacht, mit Zwischenstopps am Comer See, in einem Tessiner Bergtal, im Vorderrheintal und Ausklang bei Meersburg. Wir hatten damals auch sehr warmes Wetter und entsprechend bang immer wieder die Temperaturanzeige beäugt. Die Fahrt war mit ein paar Überraschungen gespickt*, insgesamt aber auch traumhaft.
Ich finde ja, dass das Tour-planen und vorbereiten fast genau so viel Spaß macht wie das Fahren selbst.:daumenh:
Schönen Sommer noch und viel Spaß
Gerald

(* R129-Club, ClassicRoadster Nr. [SIZE=2]28 "Schweiz mit Abenteuern").
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#7

Bin letztes Jahr auch ne Woche mit meinem in den Südtiroler Alpen rumgekurvt. Viele viele Pässe mit ihm gefahren. Außer den Stelvio. Den finde ich relativ öde, mit den unzähligen kehren und stop & go Verkehr. Doch alle anderen waren ein ganz tolles erlebnis, auch wenn er sich etwas träge die Berge hochtragen durfte Smile

Doch irgendwann kam dann ein bremsen und kühlproblem, sodass ich in Bozen eine mercedeswerkstatt aufsuchen durfte.

Alles in allem auch eine sehr schöne Tour gewesen...
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#8

Danke euch sehr für das nette Feedback. So viel Spaß kann man wohl nur mit einem gediegenen SL haben. Mein alter Schulfreund wird natürlich behaupten, dass die Fahrt mit seinem 70er 911er noch mehr Spaß gemacht hätte :o, aber das klären wir beim nächsten Grill, Jochen. :clap:

Viele Grüße Garagensteher 300-24V
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