25.06.11, 02:01
Hi Leute,
finde es irgendwie schade, daß Veranstaltungen in Deutschland immer mehr "durchorganisiert" werden, vollkommen egal ob ehrenamtlich oder nicht.
Früher war es doch so, daß jeder mit seinem Oldtimer oder Youngtimer für zehn Euro Eintritt pro Person relativ formlos ohne großartige Restriktionen auf dem Miscanthusfeld parken durfte.
Hat doch auch geklappt.
Und wenn ich früher schreibe, dann meine ich nicht damals vor zwanzig Jahren sondern eher vor drei Jahren.
Heute kostet der gleiche Spaß 24,00 Euro pro Person bzw. 22,00 Euro im Vorverkauf.
Für seit Jahren berufstätige SL - Fahrer problemlos zu verkraften, für das junge oldiebegeisterte Paar im /8 - Mercedes oder im Citroen Ami oder im Fiat X1/9 oder im NSU Prinz halte ich einen Eintrittspreis von 48,00 Euro für eine enorme Belastung.
Wäre schade, wenn solche Leute dann aus finanziellen Gründen vielleicht gar nicht erst kommen können.
Von genau diesen Leuten lebt eine solche Veranstaltung, für ein paar ausgestellte "Superoldtimer" wie dem Blitzen - Benz reist kaum jemand hunderte von Kilometern an.
Eigentlich ist es doch so, daß die ganz normalen oldiebegeisterten Leute dem Veranstalter ihre Liebhaberautos unentgeltlich als Ausstellungsobjekt zur Verfügung stellen.
Dafür dann auch noch soviel Geld bezahlen zu müssen ist doch irgendwie der falsche Weg.
Etwas Positives hat die Sache aber auch:
Wenn die Eintrittspreise nächstes Jahr nochmal erhöht werden, dann hat man den Mindestbestellwert im Vorverkauf schon mit einer Karte erreicht...
Eine solche Veranstaltung muß ja auch nicht umsonst sein, niemand sagt etwas gegen einen angemessenen Eintrittspreis, der mit gesundem Menschenverstand festgelegt wurde...
Bei 0,00 Euro verdient der Veranstalter nichts, bei 1000 Euro aber auch nichts - weil dann ganz einfach keiner mehr kommt...
Es ist so, daß ich täglich mit diversen Besitzern von Liebhaberfahrzeugen zu tun habe. Nicht Citroen Ami oder X1/9, eher Porsche 911 und 928, BMW 850i etc.
Fahrzeugunabhängig sind das alles so richtig autobegeisterte Leute. Man unterhält sich dann auch mal über die unterschiedlichsten Veranstaltungen, ganz egal ob Schloß Dyck, Mille Miglia, OGP oder Coppa Dolomiti, und bekommt dann mit, daß für einige dieser Leute mit dem Preissprung von 10,00 Euro auf 16,00 Euro im letzten Jahr schon eine gewisse "Schmerzgrenze" erreicht war.
Vor zwei Jahren habe ich über Schloß Dyck nur Lob gehört, letztes Jahr Lob und leichte Kritik am Eintrittspreis.
Sagt nur einer etwas, dann ist das halt ein Quengelkind, wenn ich aber von mehreren Personen ähnliche Äußerungen höre, dann ist da schon ein bißchen was dran.
Wenn das für diese normalerweise nicht völlig verarmte Klientel schon ein Thema ist, frage ich mich, was die angesprochenen Besitzer von "Alltags - Oldies" dann erst sagen.
Langfristig werden wir mit unseren Oldies und Liebhaberautos von den "normalen" Leuten ohne eigenes Liebhaberauto nur dann toleriert werden, wenn wir auch diesen Menschen den Zugang zu unserem Hobby ermöglichen und sie daran teilhaben lassen.
Ein Gegenbeispiel, wie es auch funktionieren kann:
Fahre seit vielen Jahren fast jedes Jahr zur Mille Miglia nach Italien.
Sind auch einige hübsche Fahrzeuge zu sehen...
Kostet kein Eintritt, man kommt direkt überall an die Strecke, keine Parkgebühren, kein dusseliger Shuttleservice, außer im Bereich von 10 Metern um die Fahrzeugabnahme keinerlei Absperrungen - die Sache ist jedes Jahr ein absoluter Riesenerfolg und ein großes öffentliches Volksfest ohne daß großartig etwas organisiert wird.
Finanziert wird die Veranstaltung größtenteils von den Teilnehmern, mehrere tausend Euro Startgeld sind fällig.
Wir müssen auch an den Nachwuchs denken.
Ein junger Mensch, der seit einiger Zeit berufstätig ist und somit nicht mehr von reduzierten Eintrittspreisen profitieren kann, wird bei 10 Euro Eintritt vielleicht mal sich die Sache Schloß Dyck anschauen und findet vielleicht Gefallen an der Oldtimerei.
Für 24 Euro Eintritt kommen nur die wirklichen Fans, die anderen "müssen leider draußen bleiben".
Viele Grüße
Wolfgang
finde es irgendwie schade, daß Veranstaltungen in Deutschland immer mehr "durchorganisiert" werden, vollkommen egal ob ehrenamtlich oder nicht.
Früher war es doch so, daß jeder mit seinem Oldtimer oder Youngtimer für zehn Euro Eintritt pro Person relativ formlos ohne großartige Restriktionen auf dem Miscanthusfeld parken durfte.
Hat doch auch geklappt.
Und wenn ich früher schreibe, dann meine ich nicht damals vor zwanzig Jahren sondern eher vor drei Jahren.
Heute kostet der gleiche Spaß 24,00 Euro pro Person bzw. 22,00 Euro im Vorverkauf.
Für seit Jahren berufstätige SL - Fahrer problemlos zu verkraften, für das junge oldiebegeisterte Paar im /8 - Mercedes oder im Citroen Ami oder im Fiat X1/9 oder im NSU Prinz halte ich einen Eintrittspreis von 48,00 Euro für eine enorme Belastung.
Wäre schade, wenn solche Leute dann aus finanziellen Gründen vielleicht gar nicht erst kommen können.
Von genau diesen Leuten lebt eine solche Veranstaltung, für ein paar ausgestellte "Superoldtimer" wie dem Blitzen - Benz reist kaum jemand hunderte von Kilometern an.
Eigentlich ist es doch so, daß die ganz normalen oldiebegeisterten Leute dem Veranstalter ihre Liebhaberautos unentgeltlich als Ausstellungsobjekt zur Verfügung stellen.
Dafür dann auch noch soviel Geld bezahlen zu müssen ist doch irgendwie der falsche Weg.
Etwas Positives hat die Sache aber auch:
Wenn die Eintrittspreise nächstes Jahr nochmal erhöht werden, dann hat man den Mindestbestellwert im Vorverkauf schon mit einer Karte erreicht...
Eine solche Veranstaltung muß ja auch nicht umsonst sein, niemand sagt etwas gegen einen angemessenen Eintrittspreis, der mit gesundem Menschenverstand festgelegt wurde...
Bei 0,00 Euro verdient der Veranstalter nichts, bei 1000 Euro aber auch nichts - weil dann ganz einfach keiner mehr kommt...
Es ist so, daß ich täglich mit diversen Besitzern von Liebhaberfahrzeugen zu tun habe. Nicht Citroen Ami oder X1/9, eher Porsche 911 und 928, BMW 850i etc.
Fahrzeugunabhängig sind das alles so richtig autobegeisterte Leute. Man unterhält sich dann auch mal über die unterschiedlichsten Veranstaltungen, ganz egal ob Schloß Dyck, Mille Miglia, OGP oder Coppa Dolomiti, und bekommt dann mit, daß für einige dieser Leute mit dem Preissprung von 10,00 Euro auf 16,00 Euro im letzten Jahr schon eine gewisse "Schmerzgrenze" erreicht war.
Vor zwei Jahren habe ich über Schloß Dyck nur Lob gehört, letztes Jahr Lob und leichte Kritik am Eintrittspreis.
Sagt nur einer etwas, dann ist das halt ein Quengelkind, wenn ich aber von mehreren Personen ähnliche Äußerungen höre, dann ist da schon ein bißchen was dran.
Wenn das für diese normalerweise nicht völlig verarmte Klientel schon ein Thema ist, frage ich mich, was die angesprochenen Besitzer von "Alltags - Oldies" dann erst sagen.
Langfristig werden wir mit unseren Oldies und Liebhaberautos von den "normalen" Leuten ohne eigenes Liebhaberauto nur dann toleriert werden, wenn wir auch diesen Menschen den Zugang zu unserem Hobby ermöglichen und sie daran teilhaben lassen.
Ein Gegenbeispiel, wie es auch funktionieren kann:
Fahre seit vielen Jahren fast jedes Jahr zur Mille Miglia nach Italien.
Sind auch einige hübsche Fahrzeuge zu sehen...
Kostet kein Eintritt, man kommt direkt überall an die Strecke, keine Parkgebühren, kein dusseliger Shuttleservice, außer im Bereich von 10 Metern um die Fahrzeugabnahme keinerlei Absperrungen - die Sache ist jedes Jahr ein absoluter Riesenerfolg und ein großes öffentliches Volksfest ohne daß großartig etwas organisiert wird.
Finanziert wird die Veranstaltung größtenteils von den Teilnehmern, mehrere tausend Euro Startgeld sind fällig.
Wir müssen auch an den Nachwuchs denken.
Ein junger Mensch, der seit einiger Zeit berufstätig ist und somit nicht mehr von reduzierten Eintrittspreisen profitieren kann, wird bei 10 Euro Eintritt vielleicht mal sich die Sache Schloß Dyck anschauen und findet vielleicht Gefallen an der Oldtimerei.
Für 24 Euro Eintritt kommen nur die wirklichen Fans, die anderen "müssen leider draußen bleiben".
Viele Grüße
Wolfgang

