27.11.10, 00:01
1stein97 schrieb:Mahlzeit,
Auf der anderen Seite sollte man aber auch eines nicht vergessen, wenn ich etwas kann und etwas gelernt habe, muß ich mich sicherlich nicht mit einer Bürste bewaffnet an eine Waschstr. stellen und Autos im Accord reinigen. Wenn ich aber nichts kann und auch nichts gelernt habe, sollten wir froh sein, das es Menschen gibt, die zu diesen niedrigen Löhnen arbeiten, anstatt voll auf den Sozialstaat zu setzen und garnichts tun.
Klausi
Auch Mahlzeit!
Ich lese gerade die Beiträge zu diesem interessanten Thema und muss mich doch sehr wundern, welche Kommentare hier widerspruchslos hingenommen werden.
Es ist also so: Wer etwas gelernt hat, wird eine "bessere" Arbeit finden, als die bei Mr. Wash.
Tatsächlich sind in Dortmund (ja, wir haben auch einen Mr. Wash!) ca. 27 v.H. der Kategorie Ausländer ohne Arbeit. Für die Bundesagentur für Arbeit ist der Migrationshintergrund statistisch nicht erfassbar; sie unterscheidet lediglich in Deutsche und Ausländer. Ein Deutscher mit z.B. türkischen Wurzeln fällt also nicht zwangsläufig in die Kategorie "Ausländer". Nach Expertenmeinungen sind nahezu 40 v. H. der in Dortmund lebenden Menschen mit "Migrationshintergrund" ohne Arbeit. Hierunter finden sich auch Akademiker und Facharbeiter, von denen nicht wenige gerne bei Mr. Wash arbeiten würden, wenn sie denn dort eine Anstellung finden könnten.
Ich glaube auch, entgegen der hier vertretene Meinung, dass die Mitarbeiter bei Mr. Wash einen guten Job machen und qualifiziert sind. Ansonsten wurde ich die Waschanlage nicht regelmäßig nutzen.
Die missliche Lage am Arbeitsmarkt dürfte auch in Duisburg nicht viel besser sein als in Dortmund; umso verwunderlicher ist die hier gepostete Meinung.
-Chris-
PS: Auch eine gute Ausbildung ist kein Garant gegen den Absturz in Hartz 4. Es gibt noch so etwas wie Schicksal.....und das kann jeden treffen.

