05.10.10, 10:48
AndreasHannover schrieb:Nein, er webt nur die Aura des Geheimnissvollen drumrum, klingt dann viel komplizierter.
Sowas hab ich in der Schule in der 8. oder 9. Klasse gelernt. Also nix mit Geheimnis.
AndreasHannover schrieb:Wenn ein Verstärker am Ende seiner Leistung anlangt, werden die Spitzen der Sinusförmigen Spannungen auf den Lautsprecherleitungen hart begrenzt, d.h. abgeschnitten. Dann sehen Sinusspannungen beinahe aus wie eine Rechteckspannung, und sowas ist dann quasi eine Gleispannung. Durch die Gleispannung liegt an den Lautsprecherspulen ein Gleichstrom an, es wirkt nur noch der ohmsche Widerstand der Spule (der sehr klein ist) und die Spule brennt durch.
Nix Anderes habe ich Geschrieben! Das mit der Gleispannung war ein Zusatz ganz am Schluß in Verbindung mit einem Smilie. Also bitte nicht in den Mittelpunkt rücken!
AndreasHannover schrieb:Das ist noch viel geheimnissvoller, für Laien nicht zu durchschauen, das wird eh nichts, besser ist es in jedem Fall, selber zu singen. Aber bitte nur alleine, sonst gibt es wieder üble Laufzeitunterschiede
Ich wollte eigentlich helfen und kein Witzthread draus machen.
The Boss schrieb:Stimmt, da hast du recht. Das ist logisch.
Ich muss aber ehrlich zugeben: ich weiss nicht wieviel Ohm die Impedanz der Bose Lautsprecher betragen. Müssen ja nicht unbedingt außerhalb des Sollwerts liegen.
Guggst Du hier:
welche Lautsprecher passen? - R129-Forum
Das Soundsystem soll eine höhere Leitung haben. P=U*I (vereinfacht als Gleichstrom ausgedrückt). Somit kannst Du die Leistung über die Spannung oder über den Strom erhöhen.
Soundsystemverstärker haben keine Netzteile und die Lautsprecher werden parallel dazu angeschlossen. Also ist die Spannung schonmal vorgegeben. Bleibt also nur noch der Strom. Normalerweise werden auf dem Nachrüstmarkt Lautsprecher mit einer Nennimpedanz von 4 Ohm angeboten. Und hier setzen eben die Boses & Co an. Sie veringern die Nennimpedanz deutlich, der Strom und damit die Leistung steigt.
The Boss schrieb:Also Gleichspannung bei Lautsprechern in der Praxis ist mir neu. Ich glaub du beschreibst schon ein extrem krasses Beispiel?!
Siehe oben

The Boss schrieb:Und was verstehst du unter Abstimmung? Die Methode die du bereits im anderen Thread vorgestellt hast? Wenn´s so ist, dann komm ich mal bei dir vorbei und du "darfst" mein Sound-System im SL abstimmen. Ich fänd´s interessant.
Die Benachrichtigung hab ich übrigens heut Morgen im Bad über's Handy bekommen. Danke dafür, so hab ich wenigstens dran gedacht, meinem Kollegen sein Meßmikro wieder mitzubringen

Wo das Problem ist wenn ich sage 3-Wege ist nix für Laien:
Ein 2-Wege System besteht meißt aus:
Hochtöner, Tieftöner, Frequenzweiche 2. Ordnung (2 Spulen, 2 Kondensatoren, evtl Widerstände)
Ein 3-Wege System besteht meißt aus:
Hochtöner, Mitteltöner, Tieftöner, Frequenzweiche 2. Ordnung (4 Spulen, 4 Kondensatoren, evtl Widerstände).
D.h. erstmal muß ein vergleichbares 3-Wegesystem viel teurer sein, weil viel mehr Bauteile. Viel mehr Bauteile = viel mehr Fehlerquellen und Rauschen. Und wenn man jetzt den Vorteil der exakteren Abstimmung eines 3-Wegesystems durch eine aktive Ansteuerung, Frequenzgangkorrektur usw. nicht nutzt, ist das rausgeschmissenes Geld.
Wie der 3. Wagen für den man keine Verwendung hat, weil er garnicht mehr kann oder mehr bietet als die ersten beiden Fahrzeuge.
Klar ist man subjektiv verführt, bei drei Öffnungen auch drei Lautsprecher reinzubauen. Allerdings sind moderne 2-Wege Systeme mit einem schönen 28mm Seidenhochtöner den man durchaus bei 2.5kHz trennen kann, schon so gut, daß man für 3-Wege richtig was können und entsprechend Aufwand treiben muß, daß es sich lohnt. Und ein 3-Wege System mit einem standard Passivfilter anzusteuern ist imho wirklich Perlen vor die Säue.
Wenn Du vorbeikommen willst udn Deine Anlage die entsprechenden Einstellmöglichkeiten bietet, dann kannst Du natürlich gerne vorbei kommen :daumenh:

