24.09.10, 09:36
Auszug aus meinem Jeep-Werkstatt-Handbuch:
"KÜHLMITTEL-EIGENSCHAFTEN
ETHYLENGLYKOL-MISCHUNGEN
Die erforderliche Mischung aus Ethylenglykol (Frostschutzmittel) und Wasser ist vom Klima und den Betriebsbedingungen des Fahrzeugs abhängig.
Das empfohlene Mischungsverhältnis von 50 Prozent Ethylenglykol zu 50 Prozent Wasser sorgt für einen Frostschutz von -37 Grad C (-35°F). Die Frostschutzmittel-Konzentration muß stets mindestens 44 Prozent betragen - unter allen klimatischen Bedingungen und das ganze Jahr über. Bei einem geringeren Prozentsatz kann es an Teilen des Motors zu einer Erosion durch Lochfraß kommen, und durch Korrosion können schweren Schäden an Komponenten des Kühlsystems entstehen.
Der größte Frostschutz besteht bei einem Mischungsverhältnis von 68 Prozent Frostschutzmittel und 32 Prozent Wasser, das den Gefrierpunkt auf -67,7 Grad C (-90°F) senkt. Bei einem noch höheren Anteil von Frostschutzmittel steigt der Gefrierpunkt wieder an. Ferner kann ein höherer Anteil von Frostschutzmittel eine Überhitzung des Motors verursachen, da die spezifische Wärme von Frostschutzmittel niedriger ist als die von Wasser.
100 Prozent Ethylenglykol—Darf in Chrysler-Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Die Verwendung von 100 Prozent Ethylenglykol führt zur Ablagerung von Additiven im Kühlsystem, da die korrosionshemmenden Additive in Ethylenglykol nur in Wasser löslich sind. Die Ablagerungen wirken isolierend und können zu Kühlmitteltemperaturen von bis zu 149 Grad C (300°F) führen. Diese Temperatur ist hoch genug, um Kunststoffe schmelzen zu lassen und Lötmittel zu erweichen. Eine derart erhöhte Motortemperatur kann zum Bersten des Motors führen. Der Gefrierpunkt von reinem Ethylenglykol liegt außerdem bei nur -8°C (-22°F).
Propylenglykol-Frostschutzmittel—Dürfen in Chrysler- Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Propylenglykol-Frostschutzmittel entsprechen nicht den Kühlmittelvorschriften von Chrysler. Der abgedeckte Temperaturbereich einer solchen Kühlmittelmischung ist kleiner als bei Ethylenglykol. So liegt der Gefrierpunkt einer Mischung aus 50 Prozent Propylenglykol und 50 Prozent Wasser bei -32 Grad C (-26°F) und damit um 5 Grad höher als bei Ethylenglykol. Der Siedepunkt (Schutz gegen Überkochen im Sommer) von Propylenglykol beträgt bei einem Druck von 96,5 kPa 125°C (257°F) (14 psi) gegenüber 128 Grad C (263°F) für Ethylenglykol.
Die Verwendung von Propylenglykol kann somit zu einem Überkochen oder Einfrieren des Kühlmittels bei Chrysler-Fahrzeugen führen, die für Ethylenglykol ausgelegt sind. Darüber hinaus weist Propylenglykol schlechtere Eigenschaften bei der Wärmeübertragung auf als Ethylenglykol. Dadurch kann es unter bestimmten Bedingungen zu erhöhten Temperaturen am Zylinderkopf kommen.
Propylenglykol/Ethylenglykol-Mischungen—Dürfen in Chrysler-Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Propylenglykol/Ethylenglykol-Mischungen können eine Destabilisierung einer Reihe von korrosionshemmenden Additiven auslösen und damit zu einer Beschädigung der verschiedenen Teile des Kühlsystems führen. Außerdem sind die konventionellen Methoden zur Bestimmung des Frostschutzes bei Kühlmittelmischungen auf der Grundlage von Ethylenglykol und Propylenglykol nicht exakt. Sowohl der Lichtbrechungsindex als auch die Dichte sind bei Ethylenglykol und Propylenglykol unterschiedlich.
ACHTUNG! Mischungen mit einem höheren Glykol-Anteil können mit der Werkstattausrüstung nicht gemessen werden. Solche Mischungen können zu den Problemen führen, die für einen Anteil von 100 Prozent Glykol genannt wurden."
Also alles nicht so einfach, vielleicht einmal das Werkstatthandbuch von Mercedes zu Rate ziehen - liegt mir leider gerade nicht vor.
Gruß
Nerd
"KÜHLMITTEL-EIGENSCHAFTEN
ETHYLENGLYKOL-MISCHUNGEN
Die erforderliche Mischung aus Ethylenglykol (Frostschutzmittel) und Wasser ist vom Klima und den Betriebsbedingungen des Fahrzeugs abhängig.
Das empfohlene Mischungsverhältnis von 50 Prozent Ethylenglykol zu 50 Prozent Wasser sorgt für einen Frostschutz von -37 Grad C (-35°F). Die Frostschutzmittel-Konzentration muß stets mindestens 44 Prozent betragen - unter allen klimatischen Bedingungen und das ganze Jahr über. Bei einem geringeren Prozentsatz kann es an Teilen des Motors zu einer Erosion durch Lochfraß kommen, und durch Korrosion können schweren Schäden an Komponenten des Kühlsystems entstehen.
Der größte Frostschutz besteht bei einem Mischungsverhältnis von 68 Prozent Frostschutzmittel und 32 Prozent Wasser, das den Gefrierpunkt auf -67,7 Grad C (-90°F) senkt. Bei einem noch höheren Anteil von Frostschutzmittel steigt der Gefrierpunkt wieder an. Ferner kann ein höherer Anteil von Frostschutzmittel eine Überhitzung des Motors verursachen, da die spezifische Wärme von Frostschutzmittel niedriger ist als die von Wasser.
100 Prozent Ethylenglykol—Darf in Chrysler-Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Die Verwendung von 100 Prozent Ethylenglykol führt zur Ablagerung von Additiven im Kühlsystem, da die korrosionshemmenden Additive in Ethylenglykol nur in Wasser löslich sind. Die Ablagerungen wirken isolierend und können zu Kühlmitteltemperaturen von bis zu 149 Grad C (300°F) führen. Diese Temperatur ist hoch genug, um Kunststoffe schmelzen zu lassen und Lötmittel zu erweichen. Eine derart erhöhte Motortemperatur kann zum Bersten des Motors führen. Der Gefrierpunkt von reinem Ethylenglykol liegt außerdem bei nur -8°C (-22°F).
Propylenglykol-Frostschutzmittel—Dürfen in Chrysler- Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Propylenglykol-Frostschutzmittel entsprechen nicht den Kühlmittelvorschriften von Chrysler. Der abgedeckte Temperaturbereich einer solchen Kühlmittelmischung ist kleiner als bei Ethylenglykol. So liegt der Gefrierpunkt einer Mischung aus 50 Prozent Propylenglykol und 50 Prozent Wasser bei -32 Grad C (-26°F) und damit um 5 Grad höher als bei Ethylenglykol. Der Siedepunkt (Schutz gegen Überkochen im Sommer) von Propylenglykol beträgt bei einem Druck von 96,5 kPa 125°C (257°F) (14 psi) gegenüber 128 Grad C (263°F) für Ethylenglykol.
Die Verwendung von Propylenglykol kann somit zu einem Überkochen oder Einfrieren des Kühlmittels bei Chrysler-Fahrzeugen führen, die für Ethylenglykol ausgelegt sind. Darüber hinaus weist Propylenglykol schlechtere Eigenschaften bei der Wärmeübertragung auf als Ethylenglykol. Dadurch kann es unter bestimmten Bedingungen zu erhöhten Temperaturen am Zylinderkopf kommen.
Propylenglykol/Ethylenglykol-Mischungen—Dürfen in Chrysler-Fahrzeugen nicht verwendet werden.
Propylenglykol/Ethylenglykol-Mischungen können eine Destabilisierung einer Reihe von korrosionshemmenden Additiven auslösen und damit zu einer Beschädigung der verschiedenen Teile des Kühlsystems führen. Außerdem sind die konventionellen Methoden zur Bestimmung des Frostschutzes bei Kühlmittelmischungen auf der Grundlage von Ethylenglykol und Propylenglykol nicht exakt. Sowohl der Lichtbrechungsindex als auch die Dichte sind bei Ethylenglykol und Propylenglykol unterschiedlich.
ACHTUNG! Mischungen mit einem höheren Glykol-Anteil können mit der Werkstattausrüstung nicht gemessen werden. Solche Mischungen können zu den Problemen führen, die für einen Anteil von 100 Prozent Glykol genannt wurden."
Also alles nicht so einfach, vielleicht einmal das Werkstatthandbuch von Mercedes zu Rate ziehen - liegt mir leider gerade nicht vor.
Gruß
Nerd

